Geschichte der Kontaktlinse

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Ein kurzer Überblick über die Geschichte der Kontaktlinse

Anfang des 19. Jahrhunderts schlagen die Engländer T. Young und J.F.W. Herschel als Sehhilfe die Kontaktlinse am Auge vor.Werbung

1888/1889 stellen August Müller und A.E. Fick in ihren Doktorarbeiten in Deutschland das Prinzip der Kontaktlinsen ausführlich vor und unternehmen erste praktische Versuche. Um die gleiche Zeit werden auch von E. Kalt in Frankreich erste Anpassungen mit ca. 23mm großen Skleralschalen aus Glas durchgeführt, die eine Tragezeit von sechs Stunden am Tag ermöglichen.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts werden erste Kontaktlinsen in Deutschland von den Firmen Müller (Wiesbaden), Carl-Zeiss (Jena) und später auch Müller Welt (Stuttgart) hergestellt.

1946 werden in Deutschland und den USA Kontaktlinsen aus Plexiglas (PMMA) mit einem Durchmesser von nur ca. 10mm entwickelt. Eine tägliche Tragezeit von 10-12 Stunden wird so möglich.

1958 wird von O. Marzock in Berlin die erste bifokale Kontaktlinse zur Korrektion der Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) hergestellt.

1971 werden in den USA und Deutschland die ersten weichen Kontaktlinsen angeboten, die bereits 1966 von O. Wichterle in Prag entwickelt wurden.

1978 werden sauerstoffdurchlässige Materialien bei festen Kontaktlinsen eingeführt, die eine Tragezeit von bis zu 24 Stunden am Tag ermöglichen. Im gleichen Jahr gelang in Neuseeland die Herstellung einer weichen bifokalen Kontaktlinse.                

1986 ermöglichen die Video-Keratometer erstmals eine großflächige Vermessung der Hornhautform.

1997 werden spezielle Materialien für trockene Augen entwickelt.

2000 können durch extrem hohe Sauerstoffdurchlässigkeit bei neuen Materialien diese weichen Kontaktlinsen auch über Nacht getragen werden.

2003 ermöglichen Ortho-K-Linsen, die über Nacht getragen werden, tagsüber ein Sehen ohne Sehhilfen.